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Anschluss von Leitungen

30. März 2022 | Allgemein, Verteilerbau in der Praxis

In diesem Blog möchten wir auf den richtigen Anschluss von Leitungen eingehen. Dazu zählt nicht nur die Zugentlastung, sondern auch die richtige Länge der Leitungen. Besonders die Länge des Schutzleiters ist wichtig.

Bei flexiblen Leitern muss der Schutzleiter immer so ausgeführt werden, dass dieser zuletzt herausgerissen wird. Um diese Bedingung zu erfüllen, gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Schutzleiter länger, als die anderen aktiven Leiter:
    Dazu werden L- und N-Leiter ein Stück gekürzt.
    In der Praxis sind das zumindest 5-15mm. Durch diesen Längenunterschied werden beim ausreißen der Leitung aus zB. einem Schuko-Stecker zunächst L- und N-Leiter ausgerissen. Dadurch ist das Gerät bereits vor abreißen des Schutzleiters von allen anderen Leitern getrennt, wodurch keine Gefahr mehr ausgehen sollte.
  • Bauliche Lösung:
    Durch den vorgesetzten Schutzleiteranschluss ist auch hier das Abreißen der anderen Leiter vor dem Schutzleiter gegeben.
    Die meisten Schuko-Stecker oder auch Reihenklemmen sind bereits mit einer solchen baulichen Maßnahme konstruiert. Dadurch können alle Leiter gleich lang bleiben. Es muss jedoch beachtet werden, dass alle Leiter gleich lang sind.
    Optimal wäre auch hier, wenn der Schutzleiter ein Stück länger ist, als L- und N-Leiter.

Biegeradius:

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Biegeradius von eingeführten Leitungen. Die Leitungshersteller geben hierzu den minimalen Radius an.

Welche Gefahren ergeben sich durch nicht eingehaltene Biegeradien?

Lt. Hersteller kann es durch unterschreiten des minimalen Biegeradius zu verminderter Stromtragfähigkeit von der Leitung kommen, da hier das Leitermaterial zu stark gestreckt bzw. gestaucht wird. Wird die Leitung öfters über den minimalen Biegeradius gebogen, so kann der Leiter im Inneren auch komplett reißen und ein serieller Lichtbogen entstehen! Brandgefahr!

Auch in der Norm OVE 8101 Punkt 522.8.3 ist der Biegeradius festgelegt. Unter anderem besagt dieser Punkt, dass der Biegeradius so gewählt werden muss, dass Leiter oder Kabel und Leitungen nicht beschädigt werden.

 

Anschluss von Aluleitern:

Durch den steigenden Kupferpreis wird aktuell wieder vermehrt auf Aluleitungen gesetzt. Doch dabei gibt es einiges zu beachten:

  • Aluklemmen sind nicht Wartungsfrei! Das Drehmoment muss regelmäßig kontrolliert werden.
  • Aluleiter dürfen nicht bei allen Klemmen verwendet werden. Prinzipiell gilt, dass Aluleiter nicht direkt auf Kupferschienen aufliegen dürfen.
  • AL-CU-Kabelschuhe müssen mit einem größeren Presswerkzeug verpresst werden. So wird bei einem 240mm² Kabelschuh ein 300mm² Presswerkzeug benötigt.
    (Angaben vom Hersteller beachten)
  • Eaton-AKS Klemmen sind ebenfalls für den Anschluss von Aluleitern geeignet
  • Schraubverbinder sind oft auch für Aluleiter geeignet.

Wird eine Aluleitung neu angeschlossen, muss die Oxidschicht entfernt werden, damit wieder ein niedriger Übergangswiderstand hergestellt werden kann.

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