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Verteiler im Außenbereich

25. November 2020 | Allgemein, Verteilerbau in der Praxis

In diesem Blogbeitrag möchten wir auf die Aufstellung von Verteilern im Außenbereich eingehen.
Dabei gibt es einige Punkte, die wir behandeln möchten:

  1. IP-Schutzart
    Die notwendige IP-Schutzart ist stark von den äußeren Einwirkungen abhängig. So kann man nicht sagen, dass IP43 immer ausreichend ist.
    Dazu ein kurzes Beispiel mit einem Verteiler, der am Straßenrand steht.
    Hier ist mit einer erhöhten Staubbelastung zu rechnen, daher würde sich hier mindestens IP5X empfehlen.
    Das Wasser kann von alles Seiten spritzen. Eventuell können vorbeifahrende LKW auch starkes Strahlwasser verursachen. Somit sollte hier mindestens IPX5 eingesetzt werden.
    Zusätzlich zur IP-Schutzart des Verteilergehäuses muss auch die, der Anbaugeräte wie Lüfter, Kontrolllampen oder Anbauverschraubungen und Kabelflansche gleich- oder höherwertig sein.

 

  1. Einbaugeräte und Temperaturen
    Im Freien gibt es oft starke Temperaturschwankungen.
    Dabei müssen die Einbaugeräte diesen Temperaturen standhalten.
    Es empfiehlt sich im Außenbereich also, eine Schaltschrankheizung für kalte Tage zu verbauen. Diese kann mit einem Thermostat gesteuert werden.
    Im Sommer herrschen oft hohe Temperaturen. Daher sollte ein schattiger Platz gewählt werden. Wenn das nicht ausreicht, kann auch eine Klimaanlage oder Lüftung verbaut werden.
    Auch die Luftfeuchtigkeit sollte beachtet werden, da diese durch starken Nebel auch 100% erreichen kann.

 

  1. UV-Beständigkeit
    Die Farbe, oder das Material sagen nicht immer aus, dass das Verteilergehäuse UV-Beständig ist. Daher sollte man immer einen Blick in das Datenblatt riskieren.
    Viele Hersteller bieten zwei identisch wirkende Produkte an, wobei aber oft eines UV-Beständig ist und das Andere nicht.

    4. IK-Klasse
    Die IK—Klasse beschreibt die Schlagfestigkeit eines Gehäuses. Im Freien können starke Krafteinwirkungen wie Hagel oder Vandalismus auftreten. Daher muss eine höhere Klasse als im Innenbereich eingesetzt werden.

     

    5. Einfluss von Tieren
    Es muss abgewogen werden, ob am Aufstellort Tiere schaden anrichten können. Das können zum Beispiel Ameisen sein, die sich in den Verteiler einnisten oder auch ätzender Vogelkot.

    6. Einfluss von Pflanzen
    Am Aufstellort kann es vorkommen, dass Pflanzen der Verteileranlage schaden. Dazu zählen beispielsweise Baumwurzeln oder auch Schimmel, der durch die Umgebungsbedingungen entsteht.

    7. Datenblatt
    Im Datenblatt sollten alle Daten über das Verteilergehäuse zu finden sein. Oft wird auch angegeben, ob das Gehäuse für den Einsatz im Freien geeignet ist. Trotzdem müssen die zuvor genannten Punkte erfüllt werden, damit der Verteiler sicher und vor allem lange ordnungsgemäß funktioniert.

    Anhand von diesem Beispiel kann man erkennen, dass es das selbe Produkt in UV und nicht UV-Beständiger ausführung gibt:

    Zum Abschluss von diesem Blog möchte wir noch zwei Bilder zeigen, bei denen man sehen kann, wie ein nicht richtig gewählter Verteiler nach einigen Jahren aussieht.

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